Hot Rod City Tour


Cruisen durch die Stadt – aber mal anders…

Bestimmt hat sie jeder schon mal irgendwann in der Stadt beim bummeln gesehen. Sind sie ja in großer Zahl auch nicht zu übersehen- und hören. Wenn die kleinen Dinger an einem vorbeifahren, fragt man sich dann schon mal: Was sind das für Teile und wo kann ich diese selbst mal fahren? Die Rede ist von Hot Rods. Kleine Autos, die auf öffentlicher Straße fahren und nach super viel Spaß aussehen. Ich musste das natürlich selbst mal testen und kam erst kürzlich mit ein paar Freunden dazu:

Hot Rod fahren

Was sind Hot Rods überhaupt?

Einfach gesagt, sind Hot Rods kleine Autos. Sie haben im Prinzip alles,

Und so cool sieht man dann im Hot Rod aus...

Und so cool sieht man dann im Hot Rod aus…

was ein richtiges Auto auch hat. Nur sind sie eben viel kleiner. Man könnte Hot Rods als Mix aus Kart und Auto bezeichnen. Denn anders als beim herkömmlichen Auto muss man nicht schalten. Es gibt bloß zwei Pedale. Links ist die Bremse und rechts das Gaspedal, genau wie beim Kart. Auch ist die Sitzhöhe vergleichbar mit einem Kart. Genauso wie die Geschwindigkeit, die Beschleunigung und die direkte Lenkung. Nur haben Hot Rods eine Straßenzulassung und alles, was für den Straßenverkehr notwendig ist. Blinker, Nummernschild, Licht und Hupe. Sitzt man in einem Hot Rod, hat man das Gefühl, man säße in einem großen Matchbox-Auto.

 

Fahren im Hot Rod

Das kleine Cockpit

Das kleine Cockpit

Das Fahren selbst ist sehr dynamisch. Das kann man wieder super mit einem Kart vergleichen. Alles ist direkter. Die Beschleunigung, das Bremsen und vor allem das Lenken. Alles was man macht, hat direkte Auswirkungen. Das macht sich beim Lenken am deutlichsten bemerkbar. Ist ja irgendwie auch logisch, bei den kleinen Reifen und dem kleinen Lenkrad. Man braucht lediglich einen kurzen Lenkimpuls geben und schon ändert sich etwas an der eigenen Fahrspur. Fährt man schneller, sollte man daher nur sehr dosiert lenken. Und weil alles so direkt ist, macht es auch so viel Spaß. Kurven fahren ist natürlich am spannendsten. Hier kann man voll mitgehen und die Kurve aktiv mitfahren. Wie beim Kart eben. Die zügige Beschleunigung kommt beim Kurvenfahren besonders zur Geltung. Nach steilen Kurven reicht ein kleiner Impuls am

Ein Hot Rod von vorne

Ein Hot Rod von vorne

Gaspedal und schon beschleunigt einen der Hot Rod raus. Pures Vergnügen sag ich euch! Anders verhält es sich mit größeren Geschwindigkeiten. Dafür sind die Dinger einfach nicht konzipiert. Ist es anfangs noch total aufregend, wenn man schneller fährt, lässt die Freude mit anhaltender Fahrt dann etwas nach. Der Grund ist einfach. Man spürt jede einzelne Unebenheit im Hot Rot. Bei höhereren Geschwindigkeiten erhöht sich dieser Effekt natürlich. Und da es praktisch kein Sitzpolster gibt, freut man sich dann doch wieder, wenn man an der Ampel steht und auf die nächste Kurve beschleunigen kann. Beim schnellen Fahren kommt zudem noch der Respekt dazu. Fährt man nämlich auf einer zweispurigen Fahrbahn neben einem großen LKW, hofft man sehr, dass der einen sieht. Kommt dann noch ein Gullideckel mit etwas mehr Geschwindigkeit unter die Räder, macht man definitiv einen kleinen Satz. Dabei sollte man die Hände dann auf jeden Fall gut am Lenkrad haben. Dem Fahrspaß tut das doch etwas ruppige Fahren am Ende aber keinen Abbruch.

 

Unsere Tour

Einweisung bevor es losgehen kann

Einweisung bevor es losgehen kann

Gestartet wird an den Landungsbrücken, da die kleinen Flitzer hier ihr zu Hause haben. Nach kurzer Einführung an den Autos und einem kurzen Probebremsen auf dem Hof, ging es auch schon in Kolonne los. Wir sind als Freunde für uns gefahren, hatten also niemand fremden dabei. Mal abgesehen von den beiden Guides vor und hinter uns, die einen durchgehend begleiten. Alleine fahren ist nämlich nicht erlaubt. Die Jungs waren aber super drauf und führen einen durch die Stadt.

Wir sind erst einmal von den Landungsbrücken Richtung Speicherstadt gedüst, um von dort aus in die Hafencity zu fahren. Nach etwa 5 Minuten kommt man gut mit den Hot Rods zurecht. Viel länger braucht es nicht, um sich mit der einfachen Bedienung und dem ungewöhnlichen Fahren anzufreunden. Als wir in der Hafencity angekommen sind, ging es Richtung Elbbrücken. Wer die Strecke kennt, der weiß, dass die Straßen hier alle neu sind und recht kurvenreich. Das macht

eine kleine Pause beim Schuppen 52

eine kleine Pause beim Schuppen 52

natürlich super viel Spaß und war rückblickend auch der coolste Teil unserer Route. Hier kann man nämlich die Beschleunigung und die Straßenlage hervorragend austesten. Auf der Elbbrücke konnte man dann das erste mal voll durchbeschleunigen. Wie gesagt: Es ist zuerst total cool. Fährt man länger etwas schneller, verblasst die Freude etwas. Zumal mein Helm irgendwie nicht richtig saß und ich deswegen immer wieder den Sitz korrigieren musste. Der Wind pfiff mir ordentlich um die Augen. Daher ein Tipp an dieser Stelle: Bringt einen Helm mit, wenn ihr einen eigenen habt (ich habe einen, hatte nur nicht daran gedacht. Ärgerlich…). Auf der anderen Seite der Elbe sind wir beim Schuppen 52 langgefahren und haben dort unsere erste Pause gemacht. Die war auch nötig. Denn man merkt gar nicht, wie sehr man doch verkrampft. Weil man das Lenkrad meint besonders doll festhalten zu müssen, um nicht bei der nächsten Bodenwelle und Gullideckel einen ungewollten Spurwechsel zu machen.

Nach unserem Brake auf der anderen Elbseite ging es zurück über die Elbbrücken Richtung Alster. Dort sind wir dann noch etwas herumgefahren, um langsam den Weg zurück zu den Landungsbrücken anzutreten. Auch hier wieder ein Tipp. Überlegt euch gut, wann ihr fahrt. Denn man will ja auch wirklich fahren und nicht im Verkehr rumstehen. Unsere Tour war am Sonntag, also waren die Straßen ganz gut frei.

Fazit:

Jeder, der noch nicht mit einem Hot Rod gefahren ist, hat etwas verpasst. Der Spaßfaktor ist enorm und so schnell wird man die Fahrt nicht vergessen. Das ganze ist natürlich nicht ganz günstig. Aber ich für meinen Teil wollte schon immer mal mit einem Kart auf einer öffentlicher Straße fahren. Und Hot Rod fahren kommt dem Wunsch schon sehr nahe. Ist halt einfach ein besonderes Erlebnis und hat dann eben seinen Preis. Tipp: Über Groupon gibt es manchmal Angebote. Haben wir auch genutzt und somit gute 25€ pro Person gespart.

Der Blick lohnt sich...

Der Blick lohnt sich…

Man kommt ziemlich schnell mit dem Fahrzeug zurecht und kann sich dann an der Fahrt erfreuen. Wenn man die Kurven zu nutzen weiß, ist die Freude hier sehr groß. Anders sieht es mit höheren Geschwindigkeiten und bei längeren Fahrten aus. Irgendwann macht sich zunehmend bemerkbar, dass die kleinen Hot Rods keine Federung haben. Insgesamt wiegt das aber nicht besonders schwer und somit überwiegt die Freude am Fahren ganz klar. Noch ein letzter Tipp für alle: Überlegt euch vorher, was ihr womöglich für ein Fahrtyp seid. Ganz vorne lassen sich eher noch Grenzen austesten, als weiter hinten. Der Grund ist einfach, man hat lediglich nur einen Vordermann (den Gruppenführer) und der kann fahren und gibt auch gerne mal Gas, wenn es läuft. Dann kann man wunderbar versuchen mitzuhalten. Weiter hinten hat man eigentlich immer einen Vordermann, der vielleicht nicht so schnell unterwegs sein möchte oder noch etwas unsicher ist. Man darf nicht überholen, also muss man sich anpassen. Dafür hat man von weiter hinten einen coolen Blick auf die Freunde in den kleinen Autos. Ist auch ganz witzig.

Alles in allem, waren es wieder sehr witzige 2 Stunden, die sich gelohnt haben. Probiert es doch selbst mal aus…

 

 

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